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„Like“ über alles

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Like This!

Auch wenn die Gefahr besteht, dass internetkritische Menschen denken, es werde auch wirklich jede Meldung im Facebook-Umfeld zu „Breaking News“ umgedichtet: Dadurch, dass nun auch Kommentare innerhalb des sozialen Netzwerkes einen „Like“ bzw. „Gefällt mir“-Button bekommen, verändert sich die Kommunikation, wie wir sie bisher kannten, rasant, meint der Medienlotse.

Facebook, Like

Die Änderungen erklärt anhand der Facebook-Fanpage des Medienlotsen.

Der Hype um Like
Bisher gibt es schon zwei weitere Möglichkeiten für User, im Facebook-Umfeld ihre Vorlieben durch einfache Klicks auf einen „Like“ oder „Gefällt mir“-Button kundzutun. So können Statusmeldungen von Freunden und Bekannten entweder mit einem Kommentar oder durch einen Like-Klick bewertet werden. Durch die Neuentwicklung des „Open Graph“ im Frühjahr ermöglichte es Facebook zudem, dass auch externe Webseiten einen „Like“-Button implementieren konnten und die User-Aktionen dann ins Netzwerk zurückgespült wurden. Seitdem ranken sich aber immer wieder Sicherheitsbedenken um den Button – nun sollen die Kommentare folgen.

Facebook lernt dazu
Auch wenn für die Neuerung nur eine kleine technische Änderung notwendig ist, zeigt der Vorgang exemplarisch, dass Facebook mittlerweile wohl gelernt hat, auf seine Nutzer zu hören. Schon oft gab es innerhalb des Netzwerkes (spaßige) Bewegungen, die einen „Dislike“ oder „Gefällt mir nicht“-Button forderten. Indem Facebook nun diese Forderung aufgreift und uminterpretiert, erfüllt es praktisch ein Ansinnen der User. Künftig wird alles, was nicht eine bestimmte Aufmerksamkeit durch Button-Klicks erhält, von der Mehrheit automatisch als unwichtig und uninteressant angesehen werden. Zudem, so schreibt Mashable in Berufung auf einen Facebook-Blogpost, sollen die Bewertungen aber nur analog zu den Privatsphäre-Einstellungen der User überhaupt sichtbar werden.

Wo führt das hin?
Die rasante Verbreitung von „Like“ führt zu einer noch ausgeprägteren Aufmerksamkeits- oder Laufstegökonomie im Internet. Wer nicht flott, witzig oder schnell formulieren kann, wer keine attraktiven, aktuellen Inhalte bereit stellt oder nicht über eine genügend große Fanschar verfügt, wird kaum oder nur wenige „Likes“ bekommen. Zudem beschreitet Facebook damit einen wichtigen Schritt hin zu qualitativen Bewertungen und wohl auch zum semantischen Netz. Die User-Bewertungen werden wohl langfristig dabei helfen, ihre Äußerungen für die technische Infrastruktur besser interpretierbar zu machen. Firmen könnten mittels dieser Technik beispielsweise Key Influcencer und Katalysatoren innerhalb Facebooks herausfinden und ihre Markenstrategie weiter verfeinern.

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