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Vier Sätze für den Journalismus

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Dirk von Gehlen, Chefredakteur von jetzt.de ruft in seinem privaten Blog „Digitale Notizen“ zu einer Diskussion über die Zukunft des Journalismus auf. Schon seit Monaten bestimmen einerseits Kassandra-Rufe, wie die von Jeff Jarvis, der Journalismus von heute sei ohne radikale Wandlung nicht überlebensfähig die Diskussion oder es wird das iPad – wie jüngst von Springer-Chef Mathias Döpfner – zum Wunderretter des Journalismus ausgerufen.

Dass weder das eine, noch das andere völlig stimmen kann, dürften aufmerksame Leser/innen des Medienlotsen bereits wissen. Deshalb geht es gleich weiter mit den Fragen von Gehlens:

Das sollte jeder Journalist/jede Journalistin heute lernen den sicheren, souveränen Umgang mit Social Media, der Wandlung von der Festanstellung zum Freelancer, sinkenden Erlösen und der Konkurrenz von Hobby- oder Leserjournalisten.

Nutzerbeteiligung macht den Journalismus besser, wenn … eine gewisse Qualität Einzug hält. Wie das geht? Die Leser-Community kann online den besten oder hilfreichsten Kommentar küren (siehe Guardian) und so helfen, die Qualität der Beiträge zu heben. Die Journalisten müssen für die Beteiligung von außen jedoch auch offen sein.

In zehn Jahren werden wir uns darüber wundern, dass in der heutigen Debatte … das Internet überhaupt als Bedrohung für den Journalismus wahr genommen wurde und Bedenkenträger wie Frank Schirrmacher oder Konstantin Neven DuMont derart lange Gehör in den Medien und im Feuilleton fanden. Mit der Logik jener Herren könnte man auch das Verbot von Briefkästen fordern, denn Frauen und Männer könne sich so kreuz und quer durch die ganze Republik unkontrolliert Briefe schreiben.

So könnte ein Geschäftsmodell für den Journalismus von morgen aussehen: Wenn Facebook Flattr und Kachingle gekauft hat, werden wie zu einer echten Thank-You-Economy kommen und so etwas wie Social Paid Content haben. Natürlich müssen Journalisten noch mehr als bisher nach Auftraggebern fahnden und sich nebenbei ein weiteres finanzielles Standbein aufbauen, um unabhängig recherchieren zu können und nicht in eine Art Gefälligkeits- und PR-Journalismus zu verfallen.

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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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