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Google beendet babylonisches Sprachengewirr

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Schon bald könnten Besitzer des Google-Android-Handys in entfernte Winkel der Welt ausschwärmen und müssten keine Angst vor Verständigungsproblemen haben (W-Lan-Zugang vorausgesetzt). Die Bilderkennungssoftware der Suchmaschine, genannt Goggles, wurde jetzt so erweitert, dass sich Texte per Handykamera übersetzen lassen. Der Medienlotse analysiert.

1. Augmented Reality auf der Überholspur
Mit seiner neuesten Produkterweiterung sorgt Google für frischen Wind in den Diskussionen um Augmented Reality (AR). Zu Beginn des Jahres preschte Nokia mit ersten Vorstellungen zur „erweiterten Realität“ voran, doch die Kalifornier konterten nun mit einer Software, die intuitiv zu bedienen ist und eine niedrige Hemmschwelle hat. Wer künftig dank Goggles im Ausland den Weg finden oder die Speisen im Restaurant identifizieren kann, wird äußert dankbar für die Softwareunterstützung sein und weitere Menschen von den Vorzügen überzeugen – ein Traum für Marketers. Vorerst auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Andere, nicht auf dem lateinischen Alphabet basierende Sprachen wie z.B Chinesisch, Hindi oder Arabisch sind bereits in der Entwicklung.

2. Kampfansage an Apple
Goggles könnte der Stein der Weisen sein, mit dem Google das App-Imperium von Apple sowie iTunes einem empfindlichen Schaden zufügt. Die Spracherkennungssoftware ist im Moment nur für Handybesitzer erhältlich, deren Telefone auf dem Android-Betriebssystem basieren. Entweder Apple zieht in Kürze mit einem eigenen Programm nach oder muss hoffen, dass ein findiger User schnell ein Klon für iTunes entwickelt. Es war schon immer ein großer Vorteil von Google, über Entwicklungskompetenzen zu verfügen. Dabei kommen manchmal zwar etwas verschwurbelte Programme wie Wave oder Buzz heraus, aber die Dienste rund um Maps sind aus der heutigen Netzwelt überhaupt nicht mehr wegzudenken.

3. Trend: Offline und Online wachsen zusammen
Wie schon beim zweiten In-Thema des Jahres 2010, den Lokalisierungsdiensten wie Foursquare, Gowalla und Co., sorgt auch AR dafür, dass Online- und die Offline-Welt enger zusammenwachsen. Durch den Boom des mobilen Internets und die hohe Dichte von W-Lan-Zugängen sind User nicht mehr darauf angewiesen, vor dem heimischen Rechner zu hocken. Dank Programmen wie Goggles kommen die Errungenschaften des Internets nun auch in der realen Welt zum tragen. Im Zuge dessen können auch völlig neue Jobprofile entstehen. Die gescholtenen Geisteswissenschaftler könnten künftig als Faktenchecker gebraucht werden, wenn Programme beispielsweise die Geschichte von Gebäuden (Kölner Dom) erzählen oder Tourismusverbände Wanderrouten durch AR aufpeppen und neue Zielgruppen erschließen.

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  1. Pingback: Tweets that mention Google beendet babylonisches Sprachengewirr « Medienlotse -- Topsy.com

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