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Facebook rudert zurück: Wichtige Änderungen bei der Privatsphäre

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Zuerst wollte ich ja einen Hass-Artikel zu Justin Bieber schreiben, aber dann trudelten im Laufe des Abends doch so viele Infos zum geplanten Facebook-Datenschutz-Rollback ein, dass der Medienlotse nicht umhin kommt, diese Änderungen – die „in den nächsten Wochen“ umgesetzt werden sollen, etwas näher zu beschreiben. Künftig soll mit nur wenigen Klicks auf einer Seite alles zur Privatsphäre bei Facebook geregelt werden können – aber das war ja auch zu erwarten.

1. Stoppschild für Applikationen
Schon immer störend war, dass sich Facebook-Apps wie „Welche historische Gestalt der Vergangenheit bist du?“ sehr tief ins eigene Profil hacken und auch eigenständig Statusupdates posten konnten. Das soll mit den neuen Änderungen nun nicht mehr möglich sein. Gute Nachricht für Firmen: Es brauchen keine Kosten mehr für Entwicklung verschwendet werden, sondern können gleich in das Social Media-Budget zur Betreuung der Fangruppe gesteckt werden.

2. Meine Freunde gehören mir
Löblich, dass Facebook nicht nur auf die in den vergangenen Wochen geäußerte Kritik an seinem Datenschutzgebaren einging, sondern mit der Ankündigung Zuckerbergs noch weit darüber hinausgeht. Dazu zählt eindeutig die Möglichkeit, die Freundesliste auszublenden. Das war auch bisher möglich, doch können nun auch Applikationen, Drittanwendungen und Google ausgeschlossen werden. Schade für Marketers, denn das Behavioural Marketing erhält so einen herben Rückschlag.

3. Interessen sind mein Bier
Sehr ärgerlich war zudem, dass seit den letzten Änderungen die Interessen (Bücher, Musik, Filme) plötzlich zu Allgemeingut geworden waren. User wurden automatisch zu Mitgliedern von Gemeinschaftsseiten, wo die Mitgliederlisten öffentlich waren. Dies wird nun rückgängig gemacht – gut so!

4. Geschichtsklitterung galore
Das sinnvollste neue Feature ist sicherlich die Tatsache, dass die von den Usern vorgenommenen Änderungen auch rückwirkend geltend sind. Alle Beiträge mit den „falschen“ Einstellungen bleiben nun für die Allgemeinheit verborgen. Fraglich ist nur, ob die Einträge dann auch irgendwann bei Google verschwinden…

5. Weiterhin Vorsicht!
Dennoch können sich Facebook-User nicht völlig zurücklehnen. Nach der Anmeldung sind immer noch einige Datenpakete standardmäßig für alle ersichtlich. Es empfiehlt sich also, sofort einige Änderungen vorzunehmen. Die umstrittene Personalisierung ist immer noch nur ein Opt-Out, d.h. wer seine Daten nicht mit Astroseiten, Gewinnspielen und ipad-Verlosern teilen will, sollte schnell das Häkchen entfernen.

Dieser Artikel entstand mit Material von Thomas Hutter und allfacebook.com.

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0 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Für einen US-Konzern eine erstaunlich weit gehende Änderung. Man bekommt als Außenstehender zumindest ansatzweise die Vorstellung, da wäre jemand ernsthaft auf die Kritik seiner Nutzer und der Öfeentlichkeit eingegangen – anders als bei deutschen Schüler- und Studenten-VZetten etwa.

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    • Klarer Pluspunkt ist die schnelle Reaktion. Noch eine Woche länger, und weitere Stories werden hochgepoppt, die die Reputation von Facebook beschädigt hätten. Andererseits: erneut gutes Marketing!

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  2. Pingback: Wochenwelt (15) « Medienlotse

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