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This is how I work

Wenige Tage vor der re:publica erfuhr die deutsche Blogosphäre einen neuen Schub. Nach Impulsen aus Österreich machten sich nämlich der geschätze Daniel Rehn und Luca Hammer daran, die hiesigen Blogs in einer riesigen, datengefüllten Grafik zu verorten, um die vielfach noch überschaubaren Verknüpfungen der Bloggerinnen und Blogger untereinander zu visualisieren. In der dazugehörigen Facebook-Gruppe startete Luca nun eine Blogparade, die sich dem Thema „This is how I work“ widmet und – na klar – auf das Bloggen gemünzt ist. Der Medienlotse lässt es sich natürlich nicht nehmen, daran teilzunehmen.

Blogger-Typ
Zum Start bloggte ich noch täglich, nicht zuletzt, um mir einen Namen zu schaffen und innerhalb der Hamburger Kreativszene sichtbar zu werden. Mit dem immer größeren Projektvolumen, was ich als Medienlots stemme, stellte ich schließlich auf eine wöchentliche Veröffentlichung um. Zugegeben, dass hat im vergangenen Jahr nicht immer geklappt, aber mit den Iron Blogger Hamburg kam die Motivation auch wieder. Seitdem fällt es mir umso leichter, neue Themen zu finden und meine Postings zu planen. Das hatte ich vorher eigentlich nie gemacht, weil ich das Gefühl hatte, von einer zu engstirnigen Themenplanung eingeengt zu werden. Mein Blog soll zwar zuallerst meiner beruflichen Reputation dienen, aber darüber hinaus auch immer etwas Spielwiese bleiben und den einen oder anderen Seitenblick ermöglichen.

Gerätschaften digital
Ein klassischer Dreiklang: Laptop, iPhone, iPad. Wobei das Laptop (angeschafft mit Aufnahme meiner Freiberuflichkeit 2011) mein Hauptblogtool ist. Sobald mir eine Idee kommt, wird der Artikel runtergeschrieben, gegengelesen, ein Foto gesucht und veröffentlicht. Das geht am Laptop einfach am Besten, zumal wenn man die eigene Tastatur wie auf dem Effeff kennt.

Gerätschaften analog
Auf der re:publica habe ich mich erstmal bei simyo eingedeckt. Am Stand konnte man sich nicht nur einen Akku leihen, sondern auch ein tolles, ringgeheftetes Notizbuch mitnehmen, welches mich seitdem auf allen Terminen begleitet. Wer mich unterwegs trifft, wird mich meist auch analog arbeiten sehen. Bei mir geht es einfach am schnellsten, die Notizen aufzuschreiben und dann in einem weiteren Schritt am Laptop in einen Artikel zu gießen.

Arbeitsweise
Ich mag es absolut nicht, direkt im WordPress-Editor zu arbeiten. Hier fühle ich mich eingeengt und deshalb greife ich immer noch auf das gute, alte Word zurück. Dort werden mir nicht nur Tippfehler angezeigt, sondern ich kann auch überprüfen, wie lang meine Artikel sind. Mein Ziel ist es, nicht nur kleinere Scherzbeiträge zu veröffentlichen, damit ich mein Soll für die Iron Blogger erfülle, sondern guten Content zu produzieren, der zum Kommentieren und Diskutieren anregt.

Wel­che Tools nutzt du zum Blog­gen, Recher­chie­ren und Bookmark-Verwaltung?
Ich bin ganz offen: Twitter und neuerdings mein eigenes Magazin auf Flipboard nutze ich für die Inspiration. Die meisten Ideen für neue Artikel kommen mir aber wirklich, wenn ich mich mit anderen Menschen unterhalte, ihnen auf Konferenzen begegne oder in einem Vortrag sitze.

Wo sammelst du deine Blogideen?
Mit dem einfachsten und leistungsfähigsten System der Welt: Meinen Kopf. Momentan habe ich nur eine neue Idee für einen Post, der mir in einem Gespräch mit Peter Kabel von der HAW Hamburg auf der re:publica kam. Ansonsten entscheide ich häufig spontan, worüber ich bloggen möchte. Meist dreht es sich aber immer um den Kontext Sport, Digitales und Wissen.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen im Internet?
Bloggen macht Spaß und ist auch mehr als ein Hobby, deswegen ist Zeitsparen in diesem Kontext schonmal falsch. Für mich funktioniert es wie gesagt am besten, die Artikelidee in Word zu hämmern und danach dann den Text zu WordPress zu transferieren, ehe ich mich um die Bebilderung kümmere. Da setze ich mittlerweile fast ausschließlich auf CC-Grafiken von flickr. Spart ungemein viel Zeit, denn manchmal dauert die Bildersuche fast genauso lang wie das Texten. Und das muss nun wirklich nicht sein.

Benutzt du eine To-Do-List-App?
Nein, ich schreibe mir die kommenden Aufgaben immer schön brav in mein Notizbüchlein. Das ist groß und besonders auffällig, also komme ich nicht umhin, täglich hineinzuschauen und meine Tasks zu überprüfen und neue hinzuzufügen. Dann muss man sich auch nicht mit ständig neuen Apps herumquälen.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Seit einiger Zeit möchte ich meinen Kindle nicht mehr missen. Es verlang immer noch sehr viel Disziplin von mir, nicht sofort im Buchladen ständig ein neues Buch zu kaufen, wenn mir Titel und Inhalt gefallen. Ansonsten wäre ich schon längst an Tonnen von Büchern zu Hause erstickt. Auch wenn Giganten wie Amazon nicht gut für den Einzelhandel sind, ist der Kindle doch die richtige Lösung für die Digitalisierung.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Jetzt wäre eigentlich Zeit für den Werbeblock, aber ich will mal ein wenig Dampf rausnehmen. Ich behaupte aber gerne von mir, eine fixe Auffassungsgabe zu haben und komplexe Sachverhalte zielgruppengerecht zu verpacken. Ich denke, das stimmt auch. Meine Kunden scheinen das nämlich zu mögen 🙂

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Da ist die Bandbreite doch recht groß: Entweder, ich lausche MTH House oder greife auf meine eigene MP3-Sammlung zurück. Dann höre ich am liebsten Live-Sets aus dem Electro-Bereich oder schaue, was meine Lieblingsartists in der Zwischenzeit auf Soundcloud veröffentlicht haben. Manchmal schwenke ich aber komplett um und höre NDR Kultur – herrlich beruhigend und irgendwie auch erhebend.

Wie ist dein Schlafrhythmus?
Wie bei den meisten auch: Morgens hoch und irgendwann nach heute-journal und tagesthemen ins Bett. Aber nie ohne Buch!

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Extrovertiert. Muss man als Freelancer irgendwie auch sein, sonst kommt man an keine Jobs oder Projekte ran. Und da Menschen meine Hauptinspirationsquelle für neue Blogideen sind, fällt es mir leicht, auf sie zuzugehen.

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?
Maybe I should try this again in English, eh? Und natürlich alle anderen Iron Blogger aus Hamburg.

Der beste Rat, den du je bekommen hast?
Mich bei Twitter anzumelden und darin nicht eine „SMS an alle“ zu sehen, sondern eher ein permanentes Sonderkorrespondentennetzwerk.

Bild von hgjohn auf flickr.

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