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Vorwärts nach weit – Tipps fürs Crowdfunding

Hätte mir vor einigen Monaten jemand prophezeit, ich würde schon eine knappe Woche nach Start meiner allerersten Crowdfunding-Aktion einen Artikel über Tipps und Tricks zur Thematik zu schreiben, ich hätte ihn oder sie vermutlich kopfschüttelnd zurückgelassen. Aber da die Printumsetzung meines E-Books „Vorwärts nach weit“ letztlich bei Startnext/Nordstarter zu über 400% finanziert wurde,  möchte ich alle Nachahmern und Interessierten mein kostbares Crowdfunding-Wissen natürlich nicht vorenthalten.

 

1. Tipp: Zeit nehmen
Ich gehörige ja eher der ungeduldigen Fraktion an und bei mir muss grundsätzlich vieles zack, zack funktionieren. Mit dieser Einstellung wird man auf Crowdfunding-Plattformen wie Startnext oder Nordstarter jedoch nicht weit kommen. Die Macher nehmen sich nämlich sehr genau Zeit, die Projekte unter die Lupe zu nehmen, Hilfestellungen für Videos, Dankeschöns oder missverständliche Formulierungen zu finden. Das dauert aber eben alles seine Zeit und die wird mit fortschreitendem Erfolg der Plattformen sicherlich noch zunehmen.

2. Tipp: Visualisierungen
Wir leben in einer Zeit, in der Bilder mehr sagen als tausend Worte. Menschen reagieren ausgesprochen gut auf visuelle Reize und haben mittlerweile keine Lust mehr auf lange Textbausteine wie noch in den Anfangstagen des Internets. Jedes Crowdfunding-Projekt braucht ein Key Visual, welches Botschaft und Ziel der Aktion prägnant zusammenfasst. Bei „Vorwärts nach weit“ konnte ich glücklicherweise aus dem Fundus der mich unterstützenden Fotografen schöpfen, dennoch wäre hier mit einer noch klareren illustratorischen Sprache noch einiges mehr möglich gewesen.

3. Tipp: Zielgruppe finden
Crowdfunding ist ein guter Weg, um das eigene Projekt einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Erfolgreich wird die Aktion jedoch nur, wenn der/die Starter/in seine Zielgruppe genau kennt. Hier gilt, je kleiner und überschaubarer, desto besser. Viele Crowdfunding-Aktion speisen sich aus einer Art Drittelfinanzierung: Das erste Drittel kommt direkt aus dem eigenen Umfeld , ein weiteres durch Multiplikationsleistungen der ersten Gruppe und das letzte aus den regelmäßigen Unterstützern auf den diversen Plattformen. Zum Glück bin ich schon seit langen Jahren 96-Fan und in der Szene als Redakteur der Notbremse, Co-Autor diverse Bücher über die Roten oder Moderator in der größten 96-Web-Community „Das Fanmagazin“ bekannt, die mich und mein Projekt entsprechend enthusiastisch unterstützte.

4. Tipp: Mit der Zielgruppe kommunizieren
Neben Twitter, Facebook und YouTube zählte neben der Projektseite auf den Crowdfunding-Plattformen ebenjenes Fanmagazin zu meinen wichtigsten Kommunikationsinstrumenten. Fans diskutieren hier zu den unterschiedlichsten Themen rund um ihren Lieblingsclub, unter anderem auch in „Bücher über 96“. Hier war der Punkt, an dem ich meine Zielgruppe punktgenau ansprechen konnte. Und zwar am besten früh am vormittag oder deutlich nach 18 Uhr. Im Backend ließ sich sehr genau nachverfolgen, wann die Käufe getätigt werden. Ich habe die Funktion auch genutzt, um genau zu monitoren, welche Zahlungen erfolgreich haben. Nicht immer waren sich Unterstützer darüber im Klaren, dass ihre Zahlung bei Paypal nicht durchgegangen war. Letztlich habe ich so noch einige weitere Euro für das Projekt loseisen können.

5. Multiplikatoren finden
Im Web ist es mittlerweile kinderleicht geworden, Inhalte weiterzuverbreiten, zu teilen, zu liken. Dennoch ist es hilfreich, sich Gedanken darüber zu machen, welche Einzelpersonen mit einer großen Reichweite für Unterstützung in der Kommunikation angesprochen werden. „Vorwärts nach weit“ profitierte neben der monetären Unterstützung auch auf einer anderen Ebene von den kommunikativen Multiplikatorleistungen seiner Fans: Nachdem ein Unterstützer seinen Beitrag bei Twitter platzierte, wurde der JMB Verlag aus Hannover auf das Projekt aufmerksam. Nach kurzen Verhandlungen war klar: „Vorwärts nach weit“ erscheint in der Heimatstadt des Medienlotsen! Damit ging ein lange gehegter Traum in Erfüllung. Kurz nach Veröffentlichung war „Vorwärts nach weit“ in allen City-Buchhandlungen in Hannover sowie in den offiziellen Fanhops von Hannover 96 im Stadion und am Kröpcke erhältlich. Darüber hinaus gingen auch knapp 300 Exemplare an Buchhändler in der Region, eine zweite Auflage ist nicht unwahrscheinlich.

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