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Facebook Places jetzt auch in Deutschland

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In der Nacht zu Dienstag startete auch in Deutschland der vom Netzwerk Facebook schon Ende August angekündigte Lokalisierungsdienst „Facebook Places“. Nachdem das Unternehmen bei den Privatsphäreeinstellungen wiederholt in die Kritik geraten war, verlief auch der Start von Facebook Places nicht ganz ohne Probleme. Der Medienlotse fasst zusammen.

Facebook Places – was ist das eigentlich?
Hinter dem Dienst verbirgt sich ein Programm, welches den Nutzern erlaubt, ihre Geodaten (Standorte) mit Dritten (Freunden oder darauf basierenden Anwendungen) zu teilen. Nutzer können dann an Restaurants, Clubs oder Bars „einchecken“ und dies im News-Stream ihrer Facebook-Seite veröffentlichen und Kommentare hinzufügen.
Ähnliche Dienste bieten bereits Gowalla, Foursquare und Brightkite an, die nun allesamt vor dem amerikanischen Netzwerkriesen zittern. Facebook hat weltweit an die 500 Millionen User, Foursquare wird nur von knapp zwei Millionen Menschen genutzt.

Probleme bei Facebook Places
Anders als bei vielen Facebook-Anwendungen kann Places im Newsstream nicht deaktiviert werden. Wer zum Beispiel von News zum Spiel „Farmville“ oder den Foursquare-Updates seiner Freunde genervt ist, konnte diese problemlos abschalten, ohne die Kontakte vollständig aus dem Stream verbannen zu müssen. Die Abhilfe im Falle Facebook Places ist zur Zeit nur über Umwege möglich: Mit dem Greasemonkey-Script kann die Facebook-Seite individualisiert werden und blockt beispielsweise neben der Anzeige von entfernten Freunden auch Places.

Facebook und die Privatsphäre
Facebook wäre nicht Facebook, wenn es keine Aufregung um die Nutzung von Daten gäbe. Zwar müssen User den Lokalisierungsdienst Places vor der Nutzung erst freischalten, doch werden viele von ihnen nicht wissen, dass es bereits Voreinstellungen für das Teilen der Geo-Daten (bsp. wer an welchen Orten ist) gibt. Tn3 hat eine sehr gute Zusammenfassung mit Screenshots veröffentlicht, die Schritt für Schritt zeigt, wie die Privatsphäre-Einstellungen anzupassen sind. Generell ist das Mitteilen von Geodaten unter bestimmten Voraussetzungen nicht immer gutzuheißen: Statusupdates aus dem Urlaub gefährden das Heim mehr als manchen lieb ist.

Facebook oder Foursquare – wer macht das Rennen?
Während Facebook mit Places auf den Massenmarkt zielt, dümpelt Foursquare noch ein wenig in der Nerd-Nische. Immerhin schafft es das kleine Lokalisierungsnetzwerk mit cleveren Apps und Badges seine User zur fortgesetzten Teilnahme zu motivieren. Es bleibt abzuwarten, wieviele der Facebook-Nutzer über ein Smartphone mit mobilem Internetzugang verfügen, um den Dienst auch wirklich zu nutzen. Für Firmen sollte es egal sein, welcher Dienst sich am Ende bei den potenziellen Kunden durchsetzt. Wichtig ist nur, schon jetzt mit den korrekten Kontakt-Daten (Adresse, Telefonnummer etc.) in den Lokalisierungsnetzwerken sowie Google Maps präsent zu sein.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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