Suche
Suche Menü

Google: Demokratisierung der Programmierung

[tweetmeme source=“jancrode“ only_single=false]

Like This!

Noch vor einiger Zeit waren diejenigen, die gute, kreative Ideen für neue Internet-Communities, -Dienste oder -Anwendungen hatten, aber nicht selbst in den gängigen Sprachen programmieren konnten, die Gelackmeierten. Aber auch das Zeitalter der Programmier-Spezialisten scheint sich dank Google dem Ende zu nähern. Gestern verkündete der Suchmaschinenspezialist die Einführung eines „App Inventors“ für jedermann. Der Medienlotse untersucht, welche Folgen sich daraus ergeben.

1. Anwendung und Schnelligkeit ist Macht
Galt bis vor wenigen Jahren noch der Spruch „Wissen ist Macht“, hat sich dieses durch Aufkommen des Internets dramatisch geändert. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zählen eher Schnelligkeit, Ressourcenzugang und die Anwendung bzw. der Einsatz von Wissen, denn der geheime Erwerb in elitären Zirkeln oder verrauchten Hinterzimmern. Mit dem „App Inventor“ für das Google-Betriebssystem Android ist jetzt nicht mal mehr ein IT-Studium nötig! Künftig können also auch clevere Hausfrauen aus Schwaben mit der Entwicklung von Apps ein Zubrot zum Haushaltseinkommen verdienen -vorausgesetzt sie verfügen über eine GMail-Adresse und ein Android-Smartphone.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=8ADwPLSFeY8&rel=0&color1=0xb1b1b1&color2=0xd0d0d0&hl=en_US&feature=player_embedded&fs=1]

2. Visualisierung weist den Weg
Die Geschichte der Informations- und Kommunikationstechnologie hat gezeigt: Wann immer der Durchbruch hin zur visuellen Verarbeitung erzielt wurde, boomten die entsprechenden Geräte. Während sich früher Computer-Betriebssysteme nicht durch Eingabefreundlichkeit auszeichneten, vereinfachte Microsoft mit Windows und der Mausanzeige die Erfindung einer grafischen Oberfläche mit Mausbedienung von XEROX PARC und die ersten Versionen von Mac und Windows die PC-Bedienung für Millionen Heim-User. Ähnliches kann jetzt auch mit dem „App Inventor“ bevorstehen, denn für de Benutzung sind keinerlei Programmierkenntnisse vonnöten. Stattdessen kann über so genannte „Blocks“ Aussehen und Verhalten der Android-App bequem zusammengeklickt werden.

3. Crowdsourcing, Co-Sharing und flache Hierarchien
Was ist darüber hinaus zu erwarten? Das demokratisierte Programmieren wird auch Einflüsse auf andere Gebiete der Internetwelt haben. Warum sollen sich Konsumenten nicht ihre eigene Stereoanlage bauen, wenn sie mit der Vorauswahl der eCommerce-Anbieter nicht zufrieden sind? Die Ressourcen dafür sind mittlerweile vorhanden und auch in Unternehmen dürften die Einsätze für Forschung und Entwicklung sinken. Deshalb ist es nötig, unter Zuhilfenahme von Social Media innerhalb der Firmen einen ganzheitlichen Teilhabe-Prozess zu initiieren, der über das bloße Formulieren von Ziele, Werten und Change Management hinausgeht.

Add to FacebookAdd to DiggAdd to Del.icio.usAdd to StumbleuponAdd to RedditAdd to BlinklistAdd to TwitterAdd to TechnoratiAdd to Yahoo BuzzAdd to Newsvine

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Gestatten ein wenig [klugscheiss]: Die grafische Oberfläche mit Maus-Bedienung hat Xerox PARC bereits in den Siebzigern erfunden. Windows 1 von Microsoft kam erst ein Jahr nach dem ersten Macintosh auf den Markt, der bereits eine voll grafische Bedieneroberfläche hatte. [/klugscheiss].

    Den Massenmarkt hat das Ganze dann wohl ernsthaft mit Windows 95 erreicht. Apple blieb ja lange in seiner innovativen Nische, ist aber jetzt imho Motor aller Entwicklungen im (Desktop-)Computer-Markt.

    Ansonsten teile ich aber durchaus Deine Einschätzung durchaus.

    Antworten

    • Das kommt davon, wenn man seine ersten Schritte mit dem C64 und später Windows 3.11 gemacht hat…
      Danke für die Korrektur!

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.