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Social Payment: Aufmerksamkeit als Kredit

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Etwas untergegangen ist in der letzten Woche das Projekt paywithatweet.com. Wie der Name schon suggeriert, können registrierte User Produkte oder Dienstleistungen einfach per Tweet begleichen. Dahinter steckt die Hoffnung, durch virale Effekte und Aufschaukelungstendenzen eine große Reichweite innerhalb sozialer Netzwerke und Peer-to-Peer-Communities zu erreichen. Der Medienlotse analysiert das Angebot ein wenig genauer.

1. Flattr für Arme?
Im Gegensatz zum Micropaymentangebot Flattr hat paywithatweet (PWAT) extrem niedrige Mitmachschwellen. Während man sich bei ersterem in der Beta-Phase noch um einen Zugang bewerben und obendrein über ein Paypal-Konto verfügen muss, genügt es beim innovativen Konzept aus den USA, nur einen einzigen Tweet ins weltweite Netz zu jagen, um mitmachen zu können. Und schon jetzt rühmen sich die üblichen Verdächtigen (sprich: im Netz etablierte Instanzen) wie die TAZ und das Lawblog ihrer ersten Flattr-Einnahmen. PWAT hingegen ist nicht nur die einfachere, sondern auch die kreativere Lösung, um Aufmerksamkeit im Netz zu generieren. Während bei Flattr eher etablierte und bekannte Webseiten belohnt werden, hat PWAT ein großes Durchdringungspotenzial für Neuheiten.

2. PWAT: Hoffen auf die Zukunft
PWAT funktioniert ähnlich der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wer nur über ein kleines Twitter-Netzwerk verfügt, keine wichtigen Influencer zu seinen Followern zählt und auch sonst nicht sonderlich kreativ unterwegs ist, wird auch mit PWAT nicht zum großen Durchbruch kommen. Ähnlich der Twitter-ReTweets bedarf es auch hier einer kritischen Masse, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu erreichen. Aber auch wenn sich der Erfolg nicht sofort einstellen sollte, besteht immer noch die Möglichkeit, dass sich durch Long Tail-Effekte und das immer größer werdende gespeicherte Wissen bei Google und Co. zukünftige Möglichkeiten ergeben.

3. PWAT als Freemium-Vorstufe?
PWAT scheint sich vor allem für aufstrebende Neulinge innerhalb eines Business oder Branche zu lohnen, die sich einen Namen machen wollen. Ob nun DJs ihren neuesten Mix verbreiten, Studenten ihre Masterarbeit unters Volk bringen oder ein Hollywood-Studion den nächsten Kino-Trailer verbreitet, die Tendenz im Netz geht weiterhin ganz klar in Richtung kostenloser Inhalte. Nur wer schon einen weiteren Monetarisierungsplan in der Tasche hat oder Investoren im Hintergrund beglückt, dürfte mit PWAT so etwas wie den Grundstein zu einem regelmäßigen Einkommen gelegt haben. Ganz ähnlich hat das auch schon Chris Anderson in Free – Kostenlos: Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des Internets beschrieben.

My Axolotl moment: Dieser Text entstand auf Anregung eines Postings von Netzpanorama.

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  1. Pingback: Mach das Web zu einem schlauen Ort – Blogparade « Medienlotse

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