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Social Media oder doch lieber PR 2.0?

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Noch vor drei Jahren konnte sich kaum jemand ausmalen, mit welcher Wucht die Social Media-Welle über alle Mediennutzer hinein brechen würde. Jetzt kämpfen vor allem PR-Agenturen und Werber um die Deutungshoheit über das Phänomen, denn waren sie nicht immer irgendwie auch „social“ in ihren Aktionen? Der Medienlotse taucht etwas tiefer ein in die faszinierende Welt von PR 2.0 und Social Media.

Was ist eigentlich PR 2.0?
Bevor nun Dutzende von Definitionen bemüht werden, sollte sich zunächst der eigentliche Wort-Sinn des Begriffpaares noch einmal vor Augen geführt werden. „Public Relation“ bezeichnet eher das Endprodukt, denn das Ziel aller Aktivitäten (Pressemeldungen, Netzwerktreffs, Social Media) ist ja nun einmal, Beziehungen zu etablieren. Mit einer derartigen Denkweise – so schreibt Sascha Stoltenow – wird es plötzlich nahezu irrelevant, welche Maßnahmen, Kanäle und Zielgruppen zum Ausgangspunkt einer PR-Strategie gemacht werden, denn das eigentliche Ziel bleibt ja, Kommunikationsformen zu etablieren.

Und Social Media?
Vor diesem Hintergrund erscheint die Social Media-Welt gar nicht mehr so bedrohlich. Wenn ich „nur“ mit Menschen kommunizieren will, können mir die Unmengen von Social Media-Tools sogar dabei helfen, diesen Umstand herbeizuführen. Wer sich dann noch die Kommunikationsvorstellungen des Soziologen Erving Goffmann zu Gemüte führt, wonach unsere tägliche Kommunikation dem Theaterspiel (Aufmerksamkeit – Applaus – Form – Inhalt – Publikum) ähnelt, kann kaum noch etwas falsch machen. Social Media ist im Sinne Goffmanns ein Katalysator, der bestehende Entwicklungen noch vertieft und vor allem beschleunigt. Die Theateraufführungen finden heutzutage nicht mehr am Abend statt, sondern zu jeder Stunde und es ist auch nicht mehr sicher, dass am nächsten Morgen in großen Lettern davon in der Zeitung gekündet wird…

Und die Moral von der Geschicht…?
Der Medienlotse vertritt seit jeher die Auffassung, dass Social Media das Potenzial hat, sämtliche Facetten der integrierten Kommunikation nachhaltig zu verändern. Um dieses aber vollständig auszuschöpfen, müssen PR-Verantwortliche mehr tun, als ihre Pressemitteilungen auch bei Facebook oder OpenPR abzuladen. Social Media ist (noch) eine Eigenwelt und es ist faszinierend und herausfordernd zugleich, diesen Raum mitgestalten zu können (und zu müssen, wenn PR auch in Zukunft erfolgreich im Sinne Stoltenows bleiben will). Natürlich braucht es auch weiterhin ein dickes Fell, um Kunden von der Sinnhaftigkeit bei Social Media zu überzeugen. Andererseits braucht auch nicht jeder Saatguthersteller vom Lande ein Social Game à la Farmville… oder doch?

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