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Google Places statt Gelbe Seiten?

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Zur Zeit vergeht kaum ein Tag ohne News von und über Google. Das mag kein Zufall sein, haben die Internet-Konkurrenten Facebook und Twitter mit ihren Entwicklerkonferenzen jeweils viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Mit „Places“ erweitert Google jetzt die Funktionalität von Maps und attackiert u.a. die Gelben Seiten.

Das 100-sekündige Video zeigt, worum es geht. Restaurantbesitzer, KMU und Handwerk können künftig ihre Daten bei Google Maps selbst hinterlegen, editieren, Öffnungszeiten angeben und auch Bilder/ Videos hochladen. Zunächst ist der Dienst nur für die USA verfügbar, doch schon bald dürften sich auch deutsche User freuen, die Anfragen zu ihrem Business künftig mit einer Art „Analytics Lite“ analysieren zu können. Dann ist zum Beispiel ersichtlich, welche Besucher mit welchen Suchbegriffen auf den Eintrag eines Cafes geklickt haben, woher sie kommen und welche Informationen sie abgerufen haben. Bevor aber nun die Datenschutzwachhunde wieder aufheulen, sei ihnen aber gesagt, dass dadurch die wirtschaftliche Entwicklung entschieden vorangetrieben werden kann: Nicht nur erfahren Firmen dank Google künftig kostenlos etwas über ihre Zielgruppen, sondern bekommen auch Hinweise für die künftige Businessplanung.

Weiterer Clou: Durch die Einbindung von QR-Codes (diese pixeligen Schwarz-Weiß-Würfel finden sich beispielsweise in der Welt Kompakt und sollen die Zeitungsleser auf die Homepage lenken) wachsen Online und Offline enger zusammen. Ein bei Maps abfotografierter Code kann beispielsweise als Coupon im Cafe funktionieren und ein Freigetränk einbringen. Damit greift Google nicht nur die Gelben Seiten an, die bisher das Monopol auf Brancheneinträge hatten, sondern der Suchmaschinengigant schlägt gleichzeitig ein weiteres Kapitel beim diesjährigen Hype-Thema „Lokalisierungsdienste“ auf. Auch bei Foursquare und Co. können Firmen ihre Details editieren und durch clevere Aktionen Käufer / Besucher / Kunden in ihre Geschäftsräume nutzen.

Es bleibt also weiter spannend, welcher Lokalisierungsdienst sich am Ende bei der breiten Masse durchsetzen wird. Während Foursquare momentan noch etwas für die technikverliebte Bevölkerung zu sein scheint, wendet sich Places clevererweise an den umsatzträchtigeren b2b-Bereich. Vielen Geschäftaführern ist es eine echte Erleichterung, künftig ohne Hilfe von Agenturen das eigene Onlinemarketing bei Maps auszubauen. Sinnigerweise sind auch die jeweiligen Texteinträge editierbar und bilden somit eine Art Vorstufe für eine spätere Nutzung von Adwords – ebenfalls ein Googleprodukt.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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