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Wie Facebook den Datenschutz untergräbt

Mittlerweile hat das soziale Netzwerk Facebook knapp 400 Millionen Mitglieder gewonnen. Die Nutzer lieben es, Nachrichten, Bilder, Daten und Videos untereinander auszutauschen und online nach alten Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen suchen. Das verlagert nicht nur die herkömmliche Kommunikation in die Onlinewelt, sondern verändert sie auch rasant. Immer wichtiger werden dabei Diskussionen um den Datenschutz. Firmen wie Facebook und Google generieren massenhaft Daten, die sich sehr einfach Personen und Nutzergruppen zuordnen lassen. Nicht nur deshalb stehen sie immer wieder im Fokus von Datenschützern, denn sowohl Google als auch Facebook nehmen es bei neuen Angeboten oder aktualisierten Nutzungsbedingungen nicht so genau mit dem Datenschutz.

Wie der Medienlotse herausfand, nützen auch alle Vorsichtsmaßnahmen nichts, um ein Erscheinen von eigenen Beiträgen in der Google-Suche zu verhindern. So können Nutzer bei Facebook zwar ihr persönliches Profil nur den Freunden zugänglich machen und gegenüber den neugierigen Google-Augen verschließen. Alle Vorsicht nützt aber nichts, wenn die User beispielsweise in Gruppen / bei Fanpages aktiv (ein Übersicht über die Unterschiede gibt es hier) sind und dort massenhaft Unsinn posten oder private Vorlieben zur Schau stellen. Denn nach wie vor sind alle Facebook-Gruppeninhalte für Google offen. Selbst wenn der Gruppengründer dies ändern wollte, es ist einfach nicht vorgesehen. (Noch) Nicht betroffen sind davon jedoch Kommentare auf Beiträge Dritter.

Langfristig wird sich Facebook damit selbst schaden, dann angesichts dieser Faktenlage raten der Medienlotse und andere Experten, entweder keiner Facebook-Gruppe mehr beizutreten oder die Kommunikation innerhalb der Gruppe / Fanpage auf ein Minimum zu beschränken. Dies würde bedeuten, dass die User dann nur noch auf die Beiträge des Gruppengründers oder der Gruppenadministratoren reagieren, indem sie den „Gefällt mir“-Button betätigen. Somit dürfte es für datenschutzsensitive Marken und Personen mittelfristig uninteressanter werden, auf Facebook Gruppen zu gründen oder dort längerfristig aktiv zu sein.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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