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Unified Communication auf dem Vormarsch

Sie nutzen im Büro bereits Sharepoint oder Lotus? Glückwunsch, denn damit gehören Sie zu einer Arbeitnehmer-Minderheit, denn immer mehr Beschäftigte fordern von ihren Arbeitgebern, auch endlich im Büro die Entwicklungen der Netzwelt abzubilden und vom zeitraubenden Dreiklang aus Telefon, Papier und Mails abzurücken. Anbieter wie Microsoft, IBM, SAP und – mal wieder – Google buhlen bereits um Anteile in dem stetig wachsenden Marktsegment. 2013 soll dies weltweit bereits bis zu 27,4 Mrd. Dollar schwer sein, prognostizieren die IT-Marktforscher von Gartner Research.

Gerade räumlich verteilte Teams oder Projektarbeiter werden die Vorzüge von Unified Communication (UC) – auch vereinheitlichte Kommunikation genannt – zu schätzen wissen. Oftmals weiß der eine Teil des Teams gerade nicht, woran die andere Gruppe arbeitet. UC-Angebote helfen hingegen, die Kommunikation zu bündeln und dadurch Arbeitsprozesse insgesamt zu verbessern und zu beschleunigen. Je nach Tageszeit, Endgerät oder „Kontaktaufnehmer“ kann ein UC-System die Kommunikation bündeln und entsprechend weiterleiten. Ein Traum, denn so können nervige Anrufe des Chefs kurzerhand auf die Mailbox weitergeleitet werden…

Noch ist die Implementierung von UC-Systemen aber zeitaufwändig und kostenintensiv, denn die meisten Firmen scheuen sich davor, bewährte Strukturen zugunsten eines neuen Anbieters aufzulösen. Der Medienlotse ist der Auffassung, dass auch in diesem Fall die Privatanwender wieder die größten Innovationstreiber der UC sein werden. Google hat mit seinem „Wave“-Angebot bereits einen ersten wichtigen Schritt getan und ermöglicht die Echtzeit-Arbeit an Dokumenten, Videos, Bildern, Texten und Dateien. Zudem kann durch die „Rückspul“-Taste bequem zu einem früheren Arbeitsschritt zurückgekehrt oder Fehler bequem nachverfolgt werden (alles zum neuesten Google-Angebot „Buzz“ finden Sie hier). Angenommen, die Entwicklung läuft ähnlich wie bei der massenhaften Verbreitung von Grafikprogrammen wie Photoshop oder Corel Draw zuerst im Privat- und dann im Business-Bereich, so könnten UC-Angebote schon in drei Jahren zum guten Ton innerhalb größerer Firmen gehören.

UC kann dabei helfen, die viel beschworene Flut der modernen Kommunikation ein wenig einzudämmen. Wichtig ist jedoch, dass die Angebote auf die Nutzer maßgeschneidert werden und sich nicht anmaßen, nach dem Motto „Ich erkläre dir, wie du mich zu nutzen hast und wenn du es nicht verstehst, dann bist du es auch nicht wert, mich zu benutzen“ erzieherisch wirken zu wollen.

Und was glauben die Leser? Ist UC nur eine Marketingmasche der großen Anbieter, um sich auch in neuen Geschäftsfeldern unabdingbar zu machen? Sind Mittelstand und kleinere Firmen nicht besser mit offenen Lösungen als mit Sharepoint bedient?

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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